Online-Backup: Mozy, Backblaze und CrashPlan
Sonntag, 14. Februar 2010 - 19:48
Mittlerweile habe ich etwa 50 GB selbstgeschossene Fotos und noch mal mehr selbstgedrehte Videos. Diese sichere ich immer mal wieder auf einer externen Festplatte. Vor kurzem habe ich mich gefragt, ob mir das sicher genug ist und mich dazu entschlossen, zusätzlich einen Online-Backup-Dienst zu nutzen. Nur welchen?
Der Ad hatte ja irgendwann mal Mozy und Backblaze ausprobiert und sich am Ende für Backblaze entschieden. Also habe ich mich auch zunächst auf diese beiden Programme geworfen und beide ausgiebig getestet. Mozy ist bei mir ein paar Mal abgestürzt und ist daher sofort wieder von der Platte geflogen. Eine Backup-Applikation muss vor allem eines sein: zuverlässig. Backblaze und ich sind sofort Freunde geworden. Die Bedienung ist intuitiv und man merkt fast gar nichts davon, dass das Programm im Hintergrund sichert. Meine 180 GB auf der Hauptfestplatte waren innerhalb von etwa 20 Tagen, also innerhalb der kostenlosen Testphase weggesichert. Aber Moment mal, warum nur 180 GB, auf meiner Platte sind doch etwa doppelte soviele Daten. Die Antwort habe ich schnell gefunden: Backblaze sichert keine Dateien, die größer als 4 GB sind. Viele meiner Video-Container sind aber um die 7 GB groß. Fazit: Backblaze ist für meine Aufgabenstellung nicht das richtige Programm.
Also suchte ich weiter und fand durch diesen Bericht vor einigen Tagen CrashPlan, das scheinbar alle meine Anforderungen zu erfüllen scheint. Es sichert bislang von allen probierten Programmen am schnellsten und sichert vor allem alle Dateien, die ich gesichert haben möchte. Der Preis von Crashplan in Verbindung mit CrashPlan Central ist vergleichbar mit dem von Mozy und Backblaze. Unlimitierter Backup-Platz für einen Computer kostet knapp 5 Dollar. Aber Crashplan kann noch wesentlich mehr als Mozy und Backblaze. Mit der Crashplan-Software kann man neben dem Internet auch lokal oder remote auf anderen Computern sichern. Man hat also eine Backup-Software, mit der man alles machen kann. Der einzige Haken, den ich an CrashPlan bisher festgestellt habe, ist, dass das Programm nicht als Mac OS X-Service läuft.1 Aber das finde ich auch nicht sonderlich schlimm; ich starte das Programm und es läuft völlig unbemerkt im Hintergrund.
Als Upgrade zur kostenlosen CrashPlan-Software kann man optional CrashPlan+ kaufen. Dafür bekommt man scheinbar zwei weitere Features: keine Werbung (die im Übrigen gar nicht stört; man schaut das Programm ja fast nie an) und etwas, was CrashPlan “continuous, real-time backup” nennt. Was das genau ist, habe ich noch nicht verstanden.
Wenn CrashPlan weiter so zuverlässig und schnell arbeitet, werde ich dort wahrscheinlich eine Lizenz für CrashPlan Central, also den Online-Backupdienst kaufen. Ich teste mal noch ein paar Tage und werde dann über meine Entscheidung berichten.
Fußnoten:
- Nachtrag: Was scheinbar nicht mal stimmt. [↩]
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