Rezension: Stieg Larsson – Verblendung, Verdammnis, Vergebung
Montag, 1. Februar 2010 - 15:44
Verblendung ist der erste Titel der Blomkvist und Salander-Trilogie von Stieg Larsson, den der Heyne-Verlag wie folgt zusammenfasst:
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.
An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen.
Ich mache es kurz: ich lese keine Thriller und keine Krimis. Jedenfalls konnte ich das sagen bis ich Verblendung in die Hand bekommen habe. Trotz stattlicher gut 700 Seiten habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen – so gefesselt war ich davon. Die Mischung aus den spannenden Charakteren, die Larsson geschaffen hat, und seiner sehr ausgiebigen und zugleich doch auch sehr kurzweiligen Art, Situationen zu beschreiben, hat mich einfach nur gefesselt und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich weiß gar nicht, wann es mir zuletzt so mit einem Buch gegangen ist – ein Thriller hat das jedenfalls noch nie geschafft.
Auch den zweiten Teil mit Blomkvist und Salander habe ich bereits gelesen. Am dritten Teil bin ich gerade dran. Auch diese beiden Bücher sind extrem spannend und empfehlenswert!
Ich kann nur jedem, der es nicht ohnehin bereits getan hat, empfehlen, die Trilogie zu lesen.
A propos: Nachdem meine Frau und ich das Buch beide extrem gut fanden, haben wir uns auch die Verfilmung des ersten Teils im Kino angesehen. Es war wie immer: wenn man das Buch gelesen hat, war der Film höchstens mittelprächtig. Wir werden uns trotzdem sicherlich auch den zweiten Film ansehen, sobald dieser läuft. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie ein Regisseur ein Buch filmisch umsetzt.
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